Ostermarsch in Frankfurt (Oder)

Wie bereits im vergangenen Jahr trafen sich ca. 70 Teilnehmer zum Ostermarsch 2013 an der Friedensstele auf dem Anger. Unter dem Motto „Eine andere Welt ist möglich – Frieden, Gerechtigkeit und Toleranz nie durch Krieg“ ging der Marsch über die Stationen Anger, Denkmal der Opfer des Faschismus, Rathaus und zur Abschlussveranstaltung an die Friedensglocke.

An den einzelnen Stationen machten Redner auf die derzeitig immer weiter voranschreitende Militarisierung in unserer Gesellschaft aufmerksam. So wurden in Ostholstein durch die Bundeswehr Werbebroschüren an etwa 1000 Schüler verschickt, die Lust auf Dienst in der Berufsarmee machen sollten. Was diesen Vorfall noch brisanter macht: die Daten wurden von örtlicher Meldebehörde an die Bundeswehr übermittelt.

Kritisch hinterfragt wurde, ob Verteidigungsminister De Maiziere den Titel ‚Verteidigungsminister‘ noch zu Recht innehat, da er von einer Armee im Einsatz sprach. Wenn wir das hinnehmen, sollte unsere Nation auch über unsere Gefallenen und Veteranen sprechen.

Ausserdem sei nicht hinnehmbar, wenn von eben jenem Verteidigungsminister bekräftigt wird, dass unsere Gesellschaft sich an die weltweiten Interventionen gewöhnt habe – immerhin ist auf der anderen Seite eine Mehrheit der Bevölkerung anderer Meinung.

Zum Abschluss konnte in diesem Jahr die Friedensglocke geläutet werden. Eine Glocke, die die Inschrift „Friede und Freundschaft allen Völkern“ trägt und 1953 von der CDU gestiftet wurde. Da gehen als Teilnehmer einen schon eigenartige Gedanken durch den Kopf.


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