Digitale Bankrotterklärung

Dass wir Spuren im Internet hinterlassen, kennen wir schon länger, seit Snowden wissen wir auch definitiv, dass die Geheimdienste uns bei jedem Click im Internet versuchen zu beobachten. Mit der Xbox One gab es dann schon mal den Ansatz, dass die Spielkonsole ins Wohnzimmer guckt. Immerhin ist dafür die Kinect notwendig, die halt mehrere Kameras enthält, also nicht so sehr überraschend, dass das technisch möglich ist.
Aber was Samsung UK nun in seinen allgemeinen Regeln für SmartTV veröffentlich hat (https://www.samsung.com/uk/info/privacy-SmartTV.html), geht doch noch deutlich weiter. Dort steht doch tatsächlich der Hinweis, dass private und vertrauliche Dinge, die man in Hörweite des Fernsehers sagt, an externe Dienstleister übertragen werden können zwecks Spracherkennung und auch sonst ist man ziemlich freizügig damit, Nutzungsdaten zum Zweck des „besseren Service“ zu sammeln.

GEHT’S NOCH?

Wer verdammt noch mal kommt denn auf die Idee, ein Alltagsgerät wie einen Fernseher so auszurüsten, dass es jegliche Privatsphäre verletzt und das auch noch ohne dieses Gerät mit einer ganz dicken Aufschrift zu versehen „dieses Gerät bespitzelt Sie!“? Für einen durchschnittlichen Verbraucher ist es völlig überraschend, dass ein Fernseher so eine Funktion enthält. Darauf zu verweisen, dass es ja in den o.g. Nutzungsbedingungen steht, ist nur als Frechheit zu bezeichnen.
Mit Geräteherstellern die solche tollen Ideen haben brauchen wir uns über die Geheimdienste ja nicht mehr viel Gedanken zu machen. Die Wanzen stellen wir uns dann unwissentlich selber in die Wohnung.


Kommentare

2 Kommentare zu Digitale Bankrotterklärung

  1. Heike schrieb am

    Für einen durchschnittlichen Verbraucher wäre es völlig überraschend, wenn sein Fernseher plötzlich und unerwartet mit dem Internet verbunden ist.

    • Guido Körber schrieb am

      Das mag ja für diverse Verbraucher überraschend sein, aber ist mittlerweile ein Standard-Feature von Fernsehern alleine schon um die elektronische Programmzeitung zu laden. Da auch WLAN nicht mehr ungewöhnlich ist in einem Fernseher, hält sich auch der Aufwand für die Installation in Grenzen. Es ist eher davon auszugehen, dass vielen Verbrauchern nicht klar ist, was ihr Fernseher so alles treibt. Ans Internet anschließen, bzw. im WLAN anmelden werden sie ihn schon wegen der vielen Komfortfunktionen.

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